»Weilt der Gast
auch nur kurze Zeit, so sieht er doch viel.« (Sprichwort)
Ich
habe richtig gut geschlafen. Allerdings irgendwelche seltsamen Dinge geträumt,
die sich am Morgen schon wieder aus meinem Bewusstsein verflüchtigt hatten.
Aber ich bin gefühlt erfrischt aufgewacht und das zählt. Ein guten Frühstück ist
ein guter Urlaubstagbeginn, also kräftig reinhauen. Okay, nach dem guten und
vielen Essen gestern habe ich das Gefühl immer noch satt zu sein und so kann
ich das reichhaltige Angebot gar nicht recht nutzen.
Bei
uns steht ein bisschen Sight-Seeing an. Das heißt für Klaus und mich. Mami und
Daddy gehen – bzw. fahren – heute ihre eigenen Wege. Gegen 10.00 Uhr holt Hans
uns ab und los geht es zu einer Besichtigungstour in und um Kiel.
Wir
fahren weiter entlang der Kieler Förde bis dorthin wo sie am schmalsten ist.
Hier laufen wir ein Stück auf dem Deich spazieren und Hans erklärt uns allerlei
was so rechts und links zu sehen ist. Clyde freut sich und tobt ein bisschen am
Strand entlang. Aber immer so, dass er uns nicht aus den Augen verliert – nicht
das wir ihn vielleicht vergessen könnten.
Bei
einem Besuch in Kiel darf ‚Laboe‘ nicht fehlen. Hier steht ein „Turm“ (immerhin
72 Meter hoch), den wir nun schon von ganz weit weg und näher dran gesehen
haben. Es handelt sich um das Marine-Ehrenmal, das als Gedenkstätte für die im
Ersten Weltkrieg gefallenen deutschen Marinesoldaten errichtet worden ist.
Später kam das Gedenken an die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Angehörigen der
Kriegsmarine hinzu. Seit der Übernahme durch den Deutschen Marinebund am 30.
Mai 1954 erinnert das Ehrenmal an die auf den Meeren gebliebenen Seeleute aller
Nationen und mahnt eine friedliche Seefahrt auf freien Meeren an.
Wir
touren noch ein bisschen weiter über Land und durch und Stadt. Und gegen drei
liefert Hans und dann wieder am Hotel ab. Ein rundum gelungene Rundfahrt. Es
ist einfach schön wenn man jemanden vor Ort kennt und somit ein paar Informationen,
die nicht so tourimäßig sind zu hören.
Wir
gehen einen Kaffee trinken und dann ins Zimmer. Ich muss noch für die nächsten
Tage Hotels finden, was ob des Feiertages gar nicht so einfach ist. Kurzfristig
beschließen wir unsere ursprünglichen Pläne zu ändern und nun doch durch den
Westen und nicht den Osten Deutschlands zu fahren.
Als
meine Eltern dann auch wieder da sind, gibt es noch Abendessen im hoteleigenen
Restaurant mit Portionen, die selbst Klaus als Vielesser kaum schafft. Danach
können wir nur noch müde von der Seeluft und dem guten Essen in die Betten
fallen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen